Digital Agriculture

Digitalisierung ist in fast allen Bereichen der Gesellschaft angekommen und es werden mit ihr viele Chancen und Herausforderungen verbunden. „Digitalisierung“ beinhaltet unterschiedlichste Begriffe und Konzepte in Kombination mit immer neuen Entwicklungen und Innovationen.

 

Prinzipiell beinhaltet Digitalisierung zwei Zugänge:

1) die Überführung von Informationen von einer analogen in eine digitale Form und

      2) den Prozess der Einführung digitaler Technologien und der darauf aufbauenden Anwendungssysteme sowie die daraus hervorgerufenen Veränderungen.

 

In den Agrarwissenschaften wird Digitalisierung seit vielen Jahren durch die Disziplinen der Elektrotechnik und Informatik geprägt. Im Wesentlichen geht es dabei darum, dass durch die Digitalisierung von Prozesselementen und deren Einflussfaktoren, Daten aus verschiedenen Quellen erfasst, gespeichert, übermittelt, aufbereitet, vernetzt und analysiert werden („data chain“). Eine solche Wissenskette besteht aus einer Reihe miteinander verbundener Schritte, in denen Daten zu Informationen und zu Wissen verarbeitet werden, welches letztendlich bei der Entscheidungsfindung im Management verwendet werden kann. Mit den verschiedenen Schritten, können verschiedene Entwicklungen, Begriffe und Technologien in Verbindung gebracht werden:

  • Datenerfassung:  neben gängigen Systemen zur Datenerfassung und Dokumentation werden moderne Informationsquellen wie Satelliten- oder Fernerkundungsdaten z.B. von Drohnen genutzt.
  • Datenanalyse: Aufgrund steigender Datenmengen (Big Data) werden moderne Verfahren zur Datenauswertung (Machine Learning, Predictive Analytics und Data Mining) angewandt.
  • Smart Agriculture“ oder „Smart Farming“:  Systeme und Entwicklungen sind darauf ausgerichtet Entscheidungen und das Management zu unterstützen, es werden Entwicklung von neuen Verfahrenstechniken gefördert (z.B. durch satelliten- und sensorgesteuerten Informationen). Ziel: durch die Digitalisierung werden qualitativ hochwertigen Daten bzw. Informationen generiert, mit denen Entscheidungen erleichtert werden sollen oder durch die sich Optimierungspotentiale erkennen lassen.

 

Ein weiterer wichtiger Bereich der Digitalisierung umfasst Ansätze zur technischen Assistenz, der Verfahrensunterstützung und der Maßnahmendurchführung. Hierbei werden moderne Informations- und Kommunikationstechniken zur Steuerung, Regelung, Überwachung und Automation von Verfahrensketten in der landwirtschaftlichen Produktion genutzt. Dies integriert autonom arbeitende Maschinen (Robotik), die automatische Prozessdatenerfassung, die Digitalisierung von Maschinen inklusive deren Kommunikation, die Entwicklung von Daten-Plattformen bis hin zum Fuhrpark- und Flottenmanagement.

 

Im Zuge der Digitalisierung werden viele Daten erfasst, die auch außerhalb des eigentlichen Agrarbereichs relevant sind. Mit dem Fokus auf die gesamte Wertschöpfungskette - vom landwirtschaftlichen Rohstoffe, über das Produkt und den Hersteller bis hin zum Verbraucher - beschreibt Landwirtschaft 4.0 die Vernetzung und Informationsweitergabe verschiedener Akteure durch moderne Kommunikationstechnologie.

 

Die TUM gehört weltweit zu den Pionieren des Precision (Smart) Farming, u.a.  mit den Lehrstühlen für Landtechnik (Prof. Auernhammer), nun Agrarsystemtechnik (Prof. Bernhardt), Ökologischer Landbau und Pflanzenbausystemen (Prof. Hülsbergen) und dem Lehrstuhl für Pflanzenernährung (Prof. Schmidhalter).

 

Das Hans Eisenmann-Zentrum für Agrarwissenschaften wird sich zukünftig stärker auf den Bereich der Digitalisierung fokussieren. Dazu wird es auch als fakultätsübergreifende Vernetzungsplattform für Arbeitsgruppen dienen, die Kooperationen im Bereich der digitalen Landwirtschaft suchen.

 

Hierfür möchten wir ein System aufbauen, das die richtigen Leute, Akteure und Interessenten schnell und unkompliziert zusammenbringt.

 

Wir haben dazu ein einfaches Formular erstellt, das Sie nutzen können, wenn Sie zum Beispiel...

- eine spezielle Anfrage im Bereich Digitalisierung haben und einen Ansprechpartner suchen,

- ein Thema zur Bearbeitung durch Studierende anbieten und einen Ansprechpartner suchen,

-  im Bereich Digitalisierung arbeiten, sich über das HEZ vernetzen und Ihre Expertise einbringen wollen,

- ein Vorhaben zur Digitalisierung planen und hierfür noch geeignete Partner und Kontakte suchen.

 

 

Projekt- und Themenbörse

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